Heilkräuter trocknen und richtig lagern
Getrocknete Kräuter entfalten ihr volles Aroma und ihre Wirkstoffe nur, wenn Ernte, Trocknung und Lagerung stimmen.
Der richtige Erntezeitpunkt
Kurz vor oder während der Blüte ist der Wirkstoffgehalt am höchsten. Ernte morgens nach dem Trocknen des Taus, aber vor der Mittagshitze.
Trocknungsmethoden
Hängetrocknung – Kleine Bündel kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort aufhängen. Ideal für Rosmarin, Thymian und Lavendel. Kein direktes Sonnenlicht – es bleicht Farbe und zerstört ätherische Öle.
Siebtrocknung – Für empfindliche Kräuter wie Melisse oder Minze. Maximal 35 °C, gute Luftzirkulation.
Dörrgerät – Schnell und kontrolliert, besonders praktisch bei großen Mengen oder feuchtem Wetter.
Fertig ist, wer raschelt
Gut getrocknete Kräuter rascheln beim Anfassen und zerbröseln leicht. Noch biegsame Stängel bedeuten: noch nicht fertig.
Lagerung
Dunkel, trocken und luftdicht – am besten in dunklen Glasgläsern. Immer mit Pflanze und Erntejahr beschriften. Nach einem Jahr nachlassende Qualität.