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Pfefferminze – Anbauen, ernten und das ganze Jahr genießen

2 Min. Lesezeit · Saison: Frühling, Sommer, Herbst · 4. Juni 2026

Pfefferminze – Anbauen, ernten und das ganze Jahr genießen

Pfefferminze (Mentha × piperita) ist eine der bekanntesten Heilpflanzen der Welt – und gleichzeitig eine der dankbarsten im eigenen Garten. Einmal gepflanzt, wächst sie zuverlässig Jahr für Jahr.

Inhaltsstoffe und was ihnen zugeschrieben wird

Pfefferminze enthält:

  • Menthol – kühlend, krampflösend, schleimlösend
  • Menthon & Menthylacetat – antibakteriell, verdauungsfördernd
  • Flavonoide & Gerbstoffe – entzündungshemmend

Traditionell verwendet bei: Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Erkältungen, Konzentration.

⚠️ Wichtig vor dem Anbau

Pfefferminze wuchert stark und verdrängt andere Pflanzen. Immer im Topf oder mit Wurzelsperre pflanzen – sonst übernimmt sie innerhalb einer Saison das ganze Beet.

Anbau & Standort

Standort: Halbschatten bis Sonne, feuchter humusreicher Boden.

Vermehrung: Nicht über Samen – Pfefferminze ist eine Hybride und kommt nicht sortenecht. Stattdessen: Ableger, Stecklinge oder Teilung kaufen.

Topf: Mindestens 20 cm tief, mit Abflussloch. Regelmäßig gießen, nie austrocknen lassen.

Überwinterung: Robust bis ca. -15°C. Topfpflanzen geschützt stellen, Freilandpflanzen mit etwas Mulch abdecken.

Wann & wie ernten

Beste Erntezeit: Mai bis September, kurz vor oder während der Blüte – dann ist der Mentholgehalt am höchsten.

Wie: Triebe auf etwa ein Drittel zurückschneiden. Nicht zu tief schneiden, immer ein paar Blattpaare stehen lassen. Das fördert buschigen Neuaustrieb.

Tipp: Morgens nach dem Tau ernten – dann sind die ätherischen Öle am konzentriertesten.

Verwendung

Tee – 2–3 frische oder getrocknete Zweige, 5–7 Minuten ziehen lassen. Nicht kochen, das zerstört die ätherischen Öle.

Küche – Sommerdrinks, Desserts, Salate, Lammgerichte, Pesto.

Traditionelle Hausmittel – Pfefferminzöl auf die Schläfen wird traditionell bei Kopfschmerzen verwendet, ein Dampfbad bei Erkältung.

⚠️ Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern: Menthol und Pfefferminzöl gehören bei ihnen nicht ins Gesicht – weder als Dampfbad noch als Einreibung. Sie können einen Krampf des Kehlkopfs bis hin zum Atemstillstand auslösen.

Trocknen & Haltbar machen

Zweige bündeln und kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort trocknen – nicht in der Sonne, sonst verflüchtigen sich die ätherischen Öle. Nach ca. 1–2 Wochen trocken, dann Blätter abstreifen und luftdicht lagern. Haltbarkeit: 1–2 Jahre.

Einfrieren funktioniert auch gut: Blätter waschen, trocknen, portionsweise einfrieren.

Dieser Artikel stammt aus der Ernterei-App. Dem Tagebuch für alle, die selber machen: Garten, Ernte, Vorrat, Rezepte und über 140 Wissensartikel – kostenlos für iPhone und Android.