Basilikum – Der König der Küchenkräuter richtig anbauen und ernten
Basilikum – Der König der Küchenkräuter richtig anbauen und ernten
Basilikum ist das meistgekaufte Küchenkraut – und das, obwohl es eigentlich einfach anzubauen ist. Die meisten Fehler passieren beim Gießen und bei der Ernte. Mit den richtigen Kniffen liefert eine Pflanze von Mai bis Oktober.
Aussaat oder Kauf?
Aussaat ab März auf der Fensterbank, ab Mai im Freien (nach den Eisheiligen). Substrat feucht halten, bei 20–25 °C keimt Basilikum in 7–14 Tagen.
Supermarkt-Töpfe sind dicht bepflanzt und für kurze Haltbarkeit gezüchtet. Sofort umtopfen und aufteilen – ein Topf enthält oft 10–15 Pflanzen.
Standort und Wärme
Basilikum liebt Wärme und Sonne. Mindestens 6 Stunden direkte Sonne pro Tag. Im Freiland erst nach den Eisheiligen pflanzen – schon leichte Nächte unter 10 °C schaden deutlich.
Gießen – der häufigste Fehler
Gleichmäßige Feuchtigkeit, keine Staunässe. Erde fühlen: leicht feucht ist ideal.
Im Topf: Von unten gießen (Untersetzer füllen) ist besser als von oben – die Blätter bleiben trocken, Pilzkrankheiten werden vermieden.
Richtig ernten – so wächst er nach
Der Fehler der meisten: einzelne Blätter abzupfen. Richtig ist: ganze Triebspitzen kappen.
- Triebspitze direkt über einem Blattpaar abschneiden
- Mindestens 2–3 Blattpaare am Trieb stehen lassen
- Blüten sofort entfernen – danach werden Blätter kleiner und bitterer
Sorten
- Genovese: Der Klassiker für Pesto und Pizza. Große, zarte Blätter.
- Thai-Basilikum: Würziger, mit leichtem Anisgeschmack. Hitzebeständiger.
- Zitronen-Basilikum: Frisches Zitronenaroma. Gut für Fisch und Desserts.
- Busch-Basilikum: Kleinblättrig, kompakt, ideal für Töpfe.
Konservieren
Blätter in Olivenöl einlegen (Pesto) oder als Eiskugeln einfrieren – direkt püriert mit etwas Öl in Eiswürfelbehälter. Trocknen funktioniert, kostet aber viel Aroma.